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Alles in mir Schweige…

Januar 26, 2010

Das Merkmal der Einsamkeit ist das Schweigen, wie das Wort das Merkmal der Gemeinschaft ist.
Schweigen und Wort stehen in derselben inneren Verbundenheit und Unterschiedenheit wie Alleinsein und Gemeinschaft. Es gibt eines nicht ohne das andere.
Das rechte Wort kommt aus dem Schweigen,
und das rechte Schweigen kommt aus dem Wort.

Schweigen heißt nicht Stummsein, wie Wort nicht Gerede heißt. Stummsein schafft nicht Einsamkeit und Gerede schafft nicht Gemeinschaft. (…)

Wir schweigen am frühen Morgen des Tages, weil Gott das erste Wort haben soll und wir schweigen vor dem Schlafengehen, weil Gott auch das letzte Wort gehört. Wir schweigen allein um des Wortes willen, also gerade nicht, um dem Wort Unehre zu tun, sondern um es recht zu ehren und aufzunehmen. Schweigen heißt schließlich nichts anderes als auf Gottes Wort warten und von Gottes Wort gesegnet herkommen. (…)

Es liegt im Stillesein eine wunderbare Macht der Klärung, der Reinigung, der Sammlung auf das Wesentliche. Das ist schon ein profane Tatsache. Das Schweigen vor dem Wort aber führt zum rechten Hören und damit auch zum rechten Reden des Wortes Gottes zur rechten Stunde.
Viel unnötiges bleibt ungesagt. Das Wesentliche und Hilfreiche aber kann in wenigen Worten gesagt sein. (…)

Darum, wie dem auch sei: keiner erwarte vom Schweigen etwas anderes als die schlichte Begegnung mit dem Worte Gottes, um deswillen er ins Schweigen gekommen ist.
Diese Begegung aber wird ihm geschenkt werden. Der Christ stelle keine Bedingungen, wie er diese erwartet oder erhofft, sondern er nehme sie hin, wie sie kommt, und sein Schweigen wird reichlich belohnt werden.

(Dietrich Bonhoeffer; aus: Gemeinsames Leben)

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Jahr der Stille

Januar 17, 2010

Vielleicht soetwas wie mein Beitrag zum Jahr der Stille 2010, wobei ich insgesamt den Eindruck habe, dass in diesem Blog man immer wieder über “Stille”, “Innehalten”, “Beziehung zu Gott”, “Hören”, “Langsames Leben”… stolpert in Texten, Bildern und Lyriks. Ein Blog und was man dahinein stellt von den Themen, spiegelt zum Teil auch Persönliches wieder. Mir ist Stille somit etwas wertvolles und wichtiges.
Ich fragte mich also, ob an der Fülle bereits geschriebenem, es sinnvoll ist, überhaupt extra, nur weil nun das Jahr der Stille ist, dafür Worte zu verlieren… da ich aber vor einiger Zeit Worte darüber verloren habe, entschied ich mich diese mit euch unter dem Thema der “Stille” zu teilen:
Eine Lyrik über eine “laute” innere Welt, wie wir sie vielleicht alle in unterschiedlich starken Maße bei uns selbst auch kennen – vielleicht auch aus vergangener Zeit, wo die Innere Welt mal richtig “laut”, “bunt” war und nun ruhiger geworden ist…
STIMMEN. WORTE. Gespräche, die noch nachwirken, Streit, gesagtes was man doch nicht gesagt hat – man hat geschwiegen… “was wäre wenn Gedanken”
KOPFLASTIGES. Termine die anstehen, wichtige Entscheidungen die zu treffen sind,
BILDER von Freunden die uns vielleicht vor Augen stehen – Blicke die uns nicht mehr loslassen, weil sie von Verzweiflung, Hass, Resignation, Wut, Traurigkeit erfüllt sind… Bilder von einem selbst wie man an jenem, oder dem heutigen Tag gerungen hat;
sich selbst zu sehr auseinandernimmt…
Stimmen – Bilder… Anklagend… Dabei wollte man doch Stille. Aber alles ist so “laut”. beunruhigend… statt ruhestiftend…
Alle Barometer gehen in eine Richtung: Laut. Bunt. Fordernd. Anklagend. Frust. Enttäuschung…
Stille als geladenes Spannungsfeld. So erlebe ich Stille, wenn Ablenkung wegfällt, zunächst einmal sehr häufig und immer wieder…
…aber ich brauche diese Stille zum ehrlich werden vor mir und vor Gott um mich von ihm “stillen” zu lassen… …”Barometer-ausgleich”.
“Laute” Stille zu stillen… und nicht nur zu stillen – sondern zugleich, wie das Stillen beim Säugling ihn ruhig macht, er ebenso Nahrung erhält, SATT ist. Rundum GESTILLT… geborgen… einschläft…

Stille. ehrliche Bestandsaufnahme. Ausprechen. Bekennend. Orientierung. Wahrheit. Gemeinschaft. Hörend. Aufnehmend. Wärme. Gelöst. Sein Dürfen. Navigierend. ATMEN… …satte gestillte Stille.

SCHARFGESTELLT


Bilder in mir
eingebrannt
versinken darin
zulange vorgehalten – angeschaut
verschwinden nicht mehr
und inzwischen:
wohlvertraut…

Dialoge in mir
Worte,
Sätze erklingen.
Tonhöhen und Inhalte noch ganz klar…
nachgehallt…
Kopf und Herz -
ganz tief eingeschweißt…
in mir drinnen -
bis an den Rand angefüllt
Stimmengewalt…

Bilder- und Sätzegemisch
immer schneller,
immer mehr
alles so laut, so vieles was ich höre in mir,
bedrängt – gedrängt.
Alles so bunt, so vieles was ich sehe in mir,
verwoben – verzogen.

Bedrohlich.
Längst vergangen und doch nah,
täglich aufs Neue ist es da.

Schneller und Schneller,
Kreisen,
Drehen.
Orientierung verlieren…
Lauter, Bunter,
Treiben, Jagen, Fliehen
versunken, betrunken
schneller, kreisen…
hinaus… zu viel hören, zuviel sehen…
doch wie nur,
wie nur den Absprung wagen?

Doch da bist du!
Herausgerissen durch dich.
Und ich blicke auf zu dir…
schaue in dein Angesicht.
Ich sehe hin…
Höre dir alleine zu.
Und versunken und bestimmt von dir,
wird alles andere leiser…
…verschwommen…
…scharfgestellt auf dich.
Im Fokus bist nun nur noch du!
Nur noch du!

Du der meine Bilder sprengt,
meinen Blick erneut auf sich lenkt.
Hell erstrahlt dein Morgenlicht
und ich sehe Bilder in Farbe gehüllt:
in Liebe, in Gnade:
alles für mich – ja, alles von dir für mich!

und ich sehe hin
und ich höre zu
versunken…
Du, mein Befreier!
Du, reißt mich heraus!
Ja, mein Lobpreis bist du!
mein Lobpreis bist alleine du!

Du, der du Schweigen befiehlt.
Du, vor der jede Stimme, eilends flieht.
Du, der leise heilend spricht.
Du, durch den alles hell erstrahlt, in mir, in deinem Licht.
Du, der zärtlich für mich singt ein Liebeslied.
Du, der für mich kämpft und siegt.
Du, der Freiheit in dir selbst, mir verspricht.
Du, meine Lebensfreude,
Ruhebringer in Gedankenstürme,
Durchbrecher von Bildergewalten…
Du, der all dies tust für mich!

Du – ich liebe dich!

(Antje Schering)

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Treppich

Januar 12, 2010

Im letzten Jahr habe ich mit Rilke begonnen in die Werke großer schriftstellerischer Meister hineinzuschnuppern. Zur Bildung. Zur Freude am Lesen. Zur Faszination an Kunst in geschriebener Sprache. Nach drei Bänden Dostojewsky, bin ich im Herbst dann zu Tucholsky gewechselt. Neben viel Prosa und Lyrik über Krieg, Frauen, Politik, Arbeit und Alltägliches hat mich am meisten angesprochen den Eintrag, den er in sein “Sudelbuch” auf die letzte Seite gemacht hat…  (Ein Sudelbuch ist ein “schmierheft”, ungeordnet, was einen anspricht, was einen begegnet schnell aufschreiben zu können… nichts ausgearbeitet.)
Vielleicht das wesentliche was er für sich erkannt hat? Bilanz.

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Angsthase? – na und!

Januar 6, 2010

Fesselnd ist sie. Lähmend. Nicht-los-lassend…  …unfreiheit.
Eingeladen? Nein, habe ich nicht, stand nicht mit auf der Liste – auf deiner sicher auch nicht…
Sie kam so plötzlich, so spontan und doch so leise ahnend…
…einschnürend. erstickend…
Verändert den Raum, den Ton, die Menschen, mich.
entrinnen? entfliehen? laufen?

“In der Welt habt ihr Angst;
aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.”

Angst. Welt. Wir.

“Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.”

Getrost sein. Frieden in ihm. Nicht erschrecken.
Glauben. An Gott. Glauben. An Ihn. Er hat gesiegt. Für immer. überwunden.
Getrost sein…
In ihm…
…getrost bleiben…
Frieden.
Welt. Wir und Er. Frieden.

(Joh. 16,33; Joh 14,1)

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Lichte Gedanken…?

Dezember 19, 2009

Lichterkette-Funke-Lichterfest-Blitz-Taschenlampe-Regenbogen-Sonnenbrand-Leuchtkraft-Glut-Blitzlichter-Wärme-Kaminfeuer-Sterne-Hell-Disco-Straßenlaterne-Waldbrand-Feuersäule-Sonne-HeiligenSchein-Lichthupe-Sternspeierle-Funkenversprühen-Mond-Scheinwerfer-Feuerzeug-Teelicht-Brenndauer-Romantik-Kerze-Kohle-Streichhölzer-Gefährlich-Asche-Advent-Ruß-Lichtkreis-Stöhfchen-Winter-Lichtschalter-Glühbirne-Docht-Fackel-Laternenumzug-Lichtgeschwindigkeit-Weihnachten

Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden,
aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
(Joh. 1,5;10-11)

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter;
man nennt ihn:
Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.

(Jesaja 9,1 und 5)

Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen,
sondern wird das Licht des Lebens haben.

(Joh. 7,12)

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Nur Wort? …und doch soviel MEHR

Dezember 12, 2009

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.”
(Johannes 1-3)

Wort. Wort. Wort…
Welches Wort? Was ist “Wort”? Was bedeutet das? Anscheinend eine Menge…
…mehr als nur vier Buchstaben. Mehr als nur das Verständnis für Wort als Teil eines Satzes.
Was finden wir hier? die griechische Form für Wort: logos.
Schön. Und jetzt? Interessant wird es wenn man weiß, dass dieses logos vielmehr dem aramäischen memra (ebenfalls “Wort”) entspricht, ein Therminus den die Rabbinen in den Jahrhunderten vor und nach Jesus gebrauchten, wenn sie von Gottes Selbstausdruck sprachen.
Wort. logos. memra.
Noch aufschlusseicher wird es, wenn man bedenkt, dass für Logos im Alten Testament das hebräische “dabar” steht:
dabar bedeutet nun: Wort, Sache, Angelegenheit  hat somit die eigentl. bedeutung: Rückseite/Hintergrund…!
dabar bezeichnet mehr! Es bezeichnet den Sinn einer Sache! Ihr ganz bestimmtes Wesen! Das was dem Ding sein inneres Gepräge gibt.

Dabar hat einen Erkenntnisaspekt - sobald wir eine Vorstellung bekommen, weil wir etwas von der äußeren Seite gesehen, gelesen haben…
Dabar hat ebenso einen dynamischen Aspekt - sobald wir unseren Blick auf den Sinn, das Wesen richten. Es bewegt etwas in uns.

Wort ist nicht einfach Tot. Ist nicht einfach nur halt, ja, Buchstabe und somit Wort.
Nein, dieses Wort ist mehr.
Es ist lebendiges ausgesprochenes Wort, von dem der selbst dieses Wort ist. Es ist Gespräch. Reden. Sinnvoll. Zugleich ist dieses Wort aber auch der Anspruch gelegt Beziehung zu stiften.  

Wer ist nun “Wort”?
“…und das Wort war Gott.”
letztendlich ist Gott selbst das Wort. Ein Gott der redet von anbeginn. Schon bei der Schöpfung hat er sich dazu entschlossen und seitdem nicht aufgehört: Denn er ist das Wort.
Ein Gott ohne zu reden gibt es nicht… nur einer der redet!
Und Gott bewirkt und handelt auch heute noch durch sein Wort, dass er uns zuspricht, weil er es selbst ist… sein Wesen. Er kann nicht außerhalb seines Wesens handeln.
Hören wir? Wissen wir wie er ist? Frage ich mich immer wieder…
Und woher wissen wir wie er ist? Wohl nur durch – genau: Sein WORT! Geschrieben und Gesprochen…

Weihnachten.
“das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt,…”
Gott?, Ja, in Jesus.
So liest man in der Offenbarung über Jesus: “Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt “Das Wort Gottes”"(Offb. 19,3)

Könnte das Wissen, dass Wort mehr ist als nur grammatikalisch richtig aneinader gereite Buchstaben und Sätze mir dazu verhelfen, dass ich das Wort entdecke, als die Sache, die Angelegenheit die sinngebend ist, Gott wirklich auf dem Herzen brennt, ER selbst ist, sein Wesen enthüllend, – Jesus Christus – das Wort was von Anbeginn war, seine Wahrheiten aufzeigend, seine Liebe verschwendend? und eins möchte: Auf allen Ebenen mit mir zu kommunizieren?
Erfahrend in einem Buch, was sein Wesen ist. Was Wort ist.
Hörend was er spricht, weil er ein redender Gott ist. Auf Wort angelegt von Anfang an.
Gemeinschaft erlebend, weil er in mir, neben mir, um mich ist – sein Anspruch beziehungsstiftend ist…

(Mir war der Aspekt und ausführung des Wortes wichtig; Anmerkung für Kritiker. Mir ist bewusst, dass dieser Vers mehr enthält)

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…gestapft…

Dezember 8, 2009


Was das ist?
Ein RIESEN Kunstwerk. Größer wie es aussieht. Ein Buchstabe zweimal so groß wie ich selbst. Gegangen auf einen großen Stausee. Auf Eis – Schnee bedeckt.
Runde für Runde. Ganz allein.
Luftaufnahme. Naja fast…
Das sollte man wohl öfter machen. Immer. Darin gehen. Darin bleiben.
 

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Du, mein Bruder…

November 9, 2009

Hier gibt es nichts.
Kein Ansehen.
Kein Applaus.
Weggelegter. Dort am Rand.
Wenn Menschen da wären, dann…
dann wäre alles anders.
Vorbild.
Ehre.
Aufsehen würden sie!,
zu unserer helfenden Hand - 
die wir dir entgegenstreckten!
Weggelegter – dort am Rand…

Weggelegter. Zerrissener.
Bleib doch liegen… lästig bist du.
Was für ein Bild gibst du schon ab?
Dich hat es getroffen – nicht mich!
Ich seh dich nicht an. 
Gestraft hat er dich!

Bleib liegen
im Staub
am Rand
verblute.
Wir beschmutzen nicht unsere Kleider,
wir reichen dir nicht unsere helfende Hand!
Bleib liegen!
Verblute!
dort am Rand. 

Ein Weggelegter. Ein in den Staub gelegter. 
Ein Mensch. Ein Bruder. Ein Nächster.
Zeit bleib stehen – Unterbrechungen erlauben.
Hände zu helfen – heilend berührt.
Augen die sehen – tiefer schauen.
Wege zu ebnen – Lasten teilen.
Füße die gehen – beschützend geführt 
Ort ohne sorge - in Ruhe verweilen…
Mein Bruder. Mein Nächster. Mein Freund.
Etwas schenken.
Von mir.
Etwas schenken.
Von dir. – mein Gott.
Du mein Bruder. Mein Nächster. Mein Freund.

(Antje Schering; freie Interpretation und Übertragung zu Lukas 10,25-37)

barmherziger Samariter1

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Einblicke in Nachtgeträumtes…

November 6, 2009

Träumen ist mein Hobby in der Nacht. Nicht immer bin ich sehr erfreut darüber. Aber es ist schon auch hochinteressant, vor allem weil ich mich immer am nächsten Tag noch sehr klar an nicht nur einen Traum erinnern kann. Zumeist komme ich auf rund vier Träume.
Von diesen behalte ich dann, ohne aufschreiben, trotzdem noch zwei komplette Träume.

Ich würde ja gerne mal von so einer Märchenwelt träumen, vom fliegen, von Feen…
Stattdessen: Pure Realität – und doch nicht.

Aber schon auch irgendwie schön, wie neulich (vor einer Woche in etwa):
Vor unserer Gemeinde, direkt dort im Main, der sauber war (man glaubt es kaum!), standen Menschen, zum Teil planschend, zum Teil mitten im Geschehen einer gerade stattfindenen Taufe. Alles so natürlich.
Ich ging mit … hinein, oben sahsen Menschen an Tischen beisammen und sie waren genauso wie die draußen, vom Ausdruck ihres Gesichts natürlich, frei und ja, fröhlich. Es war sehr einladend.

Als ich aufgewacht bin, dachte ich mir, dass ist nicht nur geträumt. Das ist zum Teil und immer wieder auch Realität – und irgendwie macht das einen sehr dankbar.

Was nicht so schön ist und sich überhaupt nicht als Realität erwies – in nicht einmal einem kleinsten Ansatz (Gott sei Dank!), war der furchtbare Alptraum, wenn man träumt, dass man sein Fahrrad auf einem schmalen steilen Waldweg in wirklich alle Einzelteile zerlegt vorfindet und dies das Werk einer “Kleinjungenbande” ist, die sich auch durch sozialpädagogische-psychologisches-lass-uns-mal-darüber-reden-warum-ihr-das-gemacht-habt, nicht zu einer Kooperation bewegen lassen und das nachdem man ihnen steile Hänge hinauf- und herabgefolgt ist… So muss man seiner Chefin am nächsten Tag, zerknirscht sagen, dass Arbeit heute flachfällt und bibbern und flehen, dass sie kapiert, dass es unmöglich ist, von einem Hausbesuch zum nächsten zu kommen, wenn man immerzu auf einen Bus warten muss…

Fahrrad war noch ganz. Geregnet hat es. Weiß nicht ob es nicht doch ganz gut gewesen wäre… …natürlich nur für diesen einen Tag versteht sich!

Und das Beste:
In der letzten Nacht, habe ich es geschafft eine beginnende Theologische Debatte über Kind- versus Erwachsenentaufe zuführen!  (weiß gar nicht warum, überhaupt kein aktuelles Thema)

Das hat mich doch sehr erheitert. 1. Ist es wirklich schon so weit gekommen? 2. das war keine gut gestützte Ausführung… das erheitert einen wirklich!

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Leiter, Visionär, Pionier

November 3, 2009

Danke, dass es euch gibt! denn:

Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
und keiner ginge, um zu sehen,
wohin wir kämen, wenn wir gingen?
(Kurt Marti)

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